Frau Kakao

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Anhalten. Entschleunigen. Auszeit nehmen. (M)ein Wochenende im buddhistischen Kloster

Anhalten. Entschleunigen. Auszeit nehmen. (M)ein Wochenende im buddhistischen Kloster

[Werbung wegen Verlinkung/ Reise selbst bezahlt]

 

Was? Du willst ins Kloster? Zunächst einmal: Ich bin nicht religiös. Kein bisschen. Warum also dann ins Kloster? Nun, ich interessiere mich sehr für andere Kulturen und Religionen. Und auch alternative Heilmethoden schließe ich nicht von vorne herein als Humbug aus. Unsere Mini-Auszeit im Kloster, war eigentlich eine spontane Idee.

“Lass uns einfach Mal raus hier. Raus aus dem Alltag. Einfach Mal zur Ruhe kommen. Eine Auszeit nehmen.”

So in etwa hörte sich das Gespräch zwischen meiner Freundin Joanna und mir vor ein paar Wochen an. Wir redeten über uns und unseren Alltag und darüber, wie wertvoll manchmal kleine Auszeiten sind. Ohne Ablenkungen, ohne Haushalt ohne “eigentlich müsste ich jetzt”. Doch wohin? Wer kann sich schon regelmäßig teure Wellnesswochenenden leisten? “Och, ich brauche eigentlich keinen großen Luxus. Ich will einfach mal runterkommen.”, sagte meine Freundin.

Da waren wir uns absolut einig. Nach ein bisschen Recherche und mehreren Empfehlungen von Freunden, fiel uns ein Kloster ins Auge. Ein buddhistisches Kloster mit Namen “Buddhas Weg“. Es liegt versteckt, mitten im Odenwald, nur etwa eine Stunde Fahrtzeit von unserem Zuhause entfernt, und bietet die Möglichkeit in den Klosteralltag hinein zu schnuppern. Oder einfach mal komplett abzuschalten.

Anhalten. Entschleunigen. Kraft schöpfen.

Damit wirbt das Kloster auf seiner Webseite. War das auch was für uns? Wir waren neugierig. Also buchten wir ein Wochenende im Kloster.

 

 

Hier also mein persönlicher, nicht gesponserter, Erfahrungsbericht:

Anreise Freitag Nachmittag. Ich musste vormittags noch arbeiten, also fuhren wir relativ spät erst los. Anschließend haben wir uns wegen einer Baustelle noch gründlich verfahren. Ihr könnt euch vorstellen, wie gestresst wir dort ankamen. Laut schnaubend, mit Kopfschmerzen und müde.

Doch sobald man das Kloster, insbesondere den Klostergarten betritt, herrscht dort eine ganz besondere Atmosphäre. Überall hängen bunte buddhistische Gebetsfähnchen (diese tragen, nach buddhistischer Überzeugung, die darauf geschriebenen Gebete dem Himmel zu). Überall stehen große und kleine Buddhastatuen, es gibt einen Zen-Garten mit zahlreichen Stein-Türmchen. Es begegnen einem traditionell gekleidete Nonnen und Mönche.

Es ist, als betritt man eine andere Welt. Man muss sich nur darauf einlassen.

Wir merkten schnell, wie der Stress von uns abfiel. Die ruhige, friedliche Stimmung steckt einfach an. .

Das Kloster bietet verschiedene Programme, Seminare und Kurse an. Man kann aber auch nur Übernachtung und Verpflegung buchen, so wie wir. Wir hatten zwei Übernachtungen inklusive vegetarischer Vollpension, die ich auch nur empfehlen kann. Wir bekamen also erst mal ein vegetarisches Abend-Buffet. Das Essen war phantastisch!

Obwohl ich bisher nicht  vegetarisch lebe, hat mir nichts gefehlt. Es gab eine große Auswahl an lecker zubereiteten Gerichten. Ich habe noch nie so lecker zubereitetes Tofu gegessen. Allerdings erinnert das “Flair” der Kantine eher an eine Jugendherberge oder ein Krankenhaus. Doch wer darüber hinwegsehen kann, wird mit ausgewogenem und frischem Essen belohnt.

 

Die Abläufe

Bereits morgens um 5:30 Uhr findet die erste Meditation statt. Wer möchte, kann gerne daran teilnehmen. Muss aber nicht.

Gemeinsames Frühstück beginnt um 8:00 mit einer 10 minütigen Schweigephase. Wer daran nicht teilnehmen möchte, wird einfach gebeten zehn Minuten später zu kommen.

Mittagessen beginnt um 12:00 Uhr, ebenfalls mit schweigen.

Bewusst essen, dankbar sein für die Lebensmittel- durch die vorausgegangenen Schweigeminuten nehmen wir das in diesen Tagen viel bewusster wahr. Kleine Dinge mit großer Wirkung. Und das werden wir in den nächsten Tagen noch öfter feststellen.

Über den Tag verteilt gibt es verschiedene Angebote: Meditationen, Chigong, gelegentlich Yoga. Hinter dem Kloster liegt ein Wald, in dem wir täglich spazieren gegangen sind. Wer möchte kann auch am täglichen Klosterablauf teilnehmen und mithelfen. Neben den freien Angeboten, gibt es auch Akkupunktur und Massagen. Diese sind jedoch kostenpflichtig.

 

Was bringt eine Mini-Auszeit im Kloster?

Dazu muss man erst Mal die Frage stellen: Was erwartet man?

Wer komfortable Zimmer, eine ästhetische, moderne Unterkunft und Animationsprogramm erwartet, ist hier sicher falsch. Alles ist recht schlicht gehalten.

Es gibt auf den Zimmern weder Fernseher noch Radio. Das Ziel ist schließlich, abzuschalten. Zu neudeutsch “Digital-Detox.”

Und genau mit diesem Punkt hatte ich persönlich meine größten Schwierigkeiten. Wobei es ja hier auch Interpretationsspielraum gibt. Die Dosis macht das Gift. In kleinen Dosen, sind viele Gifte ja auch nicht zwangsläufig schädlich. (Und leugnen zeigt nur, wie groß die Sucht tatsächlich ist. Erwischt.)

Darum jetzt einfach Klartext: Das Handy ganz aus der Hand zu legen, ist mir nicht gelungen. Zumindest Morgens kurz und ein paar Minuten Abends habe ich Fotos gemacht und kurz in sozialen Netzwerken gestöbert. Doch 15 Minuten im Gegensatz zu fast zwei Stunden oder mehr täglich, die ich sonst das Handy in der Hand hatte, machten schon einen riesen Unterschied.

Wer das Handy nur wenige Minuten am Tag in die Hand nimmt, überlegt plötzlich auch viel bewusster, was er sich anschaut. Wem er seine kostbare Zeit schenkt.

Das hat mich definitiv zum Nachdenken gebracht. Ein Aha-Moment, der mich auch nachhaltig noch beeinflusst.

 

Was ich auch in Zukunft definitiv öfter machen sollte: Einfach mal nichts tun!

Wer das schon mal versucht hat weiß, wie schwer das sein kann. Alles um sich herum bewusst erleben. Nicht an die To-Do-Liste im Kopf denken. Selbst Freizeit ist manchmal Stress, weil man ständig das Gefühl hat die kostbare zeit doch “sinnvoll nutzen” zu müssen. Mit dem Resultat, ständig eine innere Unruhe zu spüren.

Ich muss sagen, im Kloster ist es mir endlich gelungen, einen Gang runter fahren. Weil das Tempo dort einfach ein anderes ist. Auch weil man gar nicht die Möglichkeit hat, sich ständig abzulenken: Das W-Lan ist grottig und die Telefonverbindung schlecht. Fernseher gibt es nicht. Und das ist auch gut so. Manchmal muss man einfach zu seinem Glück gezwungen werden.

 

Für wen ist dieses Angebot geeignet?

Viele Menschen, die Ruhe und Antworten in diesem Kloster suchen sind stressgeplagt. Viele haben Traumata erlebt, Burnouts oder sind anderweitig irgendwie blockiert. Viele besuchen ganze Zen-Seminare, die sich über mehrere Tage hinziehen, andere genießen nur die besondere Atmosphäre und die Stille. Wer offen für Neues ist und nicht mit einer Erwartungshaltung hinfährt, könnte positiv überrascht werden. Auch Familien mit Kindern waren dort und wurden herzlich aufgenommen. Wer jedoch einen Wellness-Urlaub erwartet oder einen gewissen Komfort braucht, wird vermutlich eher enttäuscht.

Das Klosterangebot richtet sich aber keinesfalls nur an “Fortgeschrittene”, bzw. erfahrene Buddhisten. Moslems, Christen, Juden. Alle sind hier herzlich willkommen.

Der Mensch steht hier im Vordergrund, nicht Herkunft oder Religion.

Und so waren auch die Klostermitarbeiter und- Besucher bunt gemischt

Ich hatte so gut wie keine Ahnung von Buddhismus, konnte aber dennoch einiges für mich mitnehmen. Lediglich die Meditation ohne Anleitung war nicht so ganz mein Fall. Alleine gelang es mir nicht, in die Meditation hineinzufinden. In dieser halben Stunde habe ich mir tatsächlich mein Handy besonders herbeigewünscht, wenn ihr versteht, was ich meine. Es gibt aber wohl auch angeleitete Meditationen, allerdings nicht zu dem Zeitpunkt als wir da waren.

 

Was hat mich überrascht?

Chigong (auch Quigong geschrieben) war für mich bisher eher “Frühgymnastik für Senioren”. Doch schon nach der ersten Chigong-Stunde fühlte ich mich wie in Watte gepackt. Leicht und gleichzeitig total erschöpft. Und auch an Tag zwei musste ich danach erst Mal Mittagsschlaf halten. Ich war völlig erstaunt und überrascht, denn eigentlich bin ich sportlich, wenn auch nicht übermäßig.

Während einer Massage im Kloster lernte ich dann, ganz nebenbei, so einiges über das “Chi”. Ein Masseur beeindruckte mich besonders. Mit über 15 Jahren Erfahrung und einem sehr breiten Wissen. So erfuhr ich, während einer ganz tollen Massage, dass nach dem Verständnis der traditionellen chinesischen Therapie, Erkrankungen dann entstehen, wenn das Chi, also die Lebensenergie, blockiert oder nicht harmonisch ist. Chigong hilft, den Fluss dieser Lebensenergie wieder anzuregen. Klingt total esoterisch- hat aber zumindest bei mir absolut Wirkung gezeigt. Und zwar bevor ich davon wusste. Alle Verspannungen, auch die tief sitzenden, waren wie weggeblasen.

 

Fazit eines Wochenendes im Kloster

Einfach mal nichts tun. Gar nicht so einfach.

Einfach den ganzen Tag in Schlabberklamotten und ohne Make-Up herumlaufen. Sollte man viel öfter machen.

Einfach mal offen sein und positiv überraschen lassen. Das sind die nachhaltigsten Aha-Momente.

Einfach mal was Neues probieren. Auf jeden Fall.

 

 

 

 

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Ein Leben ohne Ballast- Vanlife als Lebensmodel

Ein Leben ohne Ballast- Vanlife als Lebensmodel

Vanlife ist nicht nur ein Lebensstil. Es ist eine Lebenseinstellung.

Das heißt auch, bewusst leben. Sich von allem lösen, was man nicht braucht und das Leben führen, das man wirklich möchte. Mit dem Menschen, der einem das Gefühl von Heimat gibt. Egal wo man gerade ist.

Zum Beispiel irgendwo in Europa. Unterwegs in einem Van, der gerade mal neun Quadratmeter groß ist. Inklusive Bad, Küche und Büro. Klingt ziemlich eng? Dann teilt das noch mal durch zwei.

Genau so leben Kathi Lanz und Paul Hübner, beide 30 Jahre alt. “Vanlife”, also das Leben in ihrem umgebauten Transporter, ist bei ihnen nicht nur Urlaub. Es ist ihr Alltag. Seit fast zwei Jahren wohnen und arbeiten sie in ihrem Van, den sie Bjørn getauft haben. Klingt zunächst sehr beengt.

Doch jedes Mal, wenn sie die Türe öffnen, dann ist da nichts als grenzenlose Freiheit. Sie sind mitten drin im Leben. Einem Leben, von dem viele nur träumen.

Direkt vor der Türe schneebedeckte Berge oder sonnige Traumstrände. Naturbelassene Wälder oder traumhafte Seelandschaften. Mit Bjørn bereisen sie ganz Europa, leben mal hier, mal da.

 

Kathi und Paul strahlen eine unglaubliche Zufriedenheit und Lässigkeit aus, wenn man ihnen begegnet. Ich habe sie vergangenes Jahr in Südtirol zu einem Fernsehinterview getroffen und schon damals einen kleinen Einblick in ihr bewegtes Leben bekommen.

 

Van Live
Interview mit Paul Hübner vor Traumkulisse in Südtirol

Einerseits ein sehr reduziertes Leben auf extrem begrenztem Platz. Doch gleichzeitig die Freiheit, zu tun und zu lassen, was sie möchten. Ihre Tage selbst zu planen. Zu gehen, wohin sie möchten. Und was sie zunächst gar nicht zu hoffen gewagt hätten: gleichzeitig auch noch Karriere zu machen. Als “Vannomaden- Bureau Creative” leiten sie mittlerweile eine sehr erfolgreiche Online Grafik-Agentur. Sie arbeiten von unterwegs und können sich vor Anfragen kaum retten. Kathi und Paul sind das, was man wohl moderne Nomaden nennen würde. Und extrem sympathische noch dazu.

Selbstfindung durch Vanlife
Kathi Hübner und Paul Lanz

 

DER BEGINN

Ihr altes Leben in Stuttgart war “solide”. Beide hatten sichere Jobs in der Werbebranche, getrennte Wohnungen, Familie und Freunde. Aber das Lebensgefühl stimmte einfach nicht. Das Leben, das sie führten, fühlte sich immer mehr nach Hamsterrad an. Der Wunsch nach Freiheit, reisen, neuen Eindrücken wird schließlich so groß, dass sie nach knapp einem Jahr Beziehung alles stehen und liegen lassen. Sie verkaufen ihr gesamtes Hab und Gut und machen sich auf die Reise. Bepackt nur mit dem Nötigsten.

Eine Reise, die zunächst wie ein großes Risiko erscheint. Doch es wird die Reise ihres Lebens.

Dreizehn Länder haben sie bisher schon bereist, haben faszinierende Landschaften, Berge, Fjorde und Seen entdeckt, waren in Norwegen, Dänemark und Frankreich. Anfangs nie länger als 5 Tage an einem Ort. Wo sie sich gerade befinden, kann man online auf ihrer Webseite oder ihrem Instagram-Account @vannomaden genau verfolgen. Aktuell sind sie gerade in Finnland.

 

Frau Kakao:

Es ist fast ein Jahr her, seit wir uns das letzte Mal getroffen haben. Mittlerweile seid ihr knapp zwei Jahre mit leichtem Gepäck unterwegs. Wie schafft ihr das, mit so wenig auszukommen?

Paul:

Wir haben sogar noch mal ausgemistet!  Alles, was wir selten benutzen, musste weg. Irgendwie ist unbewusst durch diesen Lebensstil auch ein Faible für Minimalismus entstanden. Es wird immer weniger, im Vergleich  zu früher, wo man Zeug angehäuft hat. Ich finde es auch sehr befreiend. Es tut mir gut wenig zu besitzen. Ich habe nur einen beschränkten Besitz, den ich aber auch rege nutze. Ich finde es gut zu wissen, dass alles was man hat, auch genutzt wird

Kathi:

Wir achten drauf, dass alles, was man hat, auch leicht ist. Wir müssen ein bisschen haushalten, aber man kommt erstaunlicherweise mit so wenig Sachen aus und hat komischerweise trotzdem noch Sachen dabei, die man gar nicht benutzt. Viele Bücher oder Spikes für den Winter haben wir gar nicht benutzt. Wir hatten einen Solarkoffer, haben aber festgestellt, dass wir so wenig Energie verbrauchen, dass wir den Solarkoffer so selten benutzt haben, dass wir ihn ausgemistet haben.

 

DIE TÄGLICHEN HERAUSGORDERUNGEN:

Abwasser und Müll werden gesammelt und an dafür vorgesehenen Sammelstellen entsorgt und nicht etwa in der Natur. Diese überall zu finden, ist manchmal eine Herausforderung. Genauso wie immer neue, Stellplätze, Waschsalons und Wasserversorgung. Auch mit Strom müssen die beiden sparsam umgehen. Der kommt beispielsweise von zwei großen Batterien, die sich während der Fahrt aufladen. Kühlschrank, Herd und Heizung werden mit Gas betrieben.

Frau Kakao:

Immer auf Reisen, ständig neue Orte. Was vermisst ihr am meisten?

Paul:

Freunde und Familie besuchen wir regelmäßig oder sie uns. Aber was uns fehlt, ist Routine. Wir sind rastos geworden und es fehlt uns, irgendwohin “zurückzukommen”. Man hat immer den Druck, die freien Tage füllen zu müssen, einen neuen Platz zu finden. Wir haben gemerkt: Grenzenlose Freiheit ist auch Druck.

Wir haben uns selbst unter Druck gesetzt, alle Tage so zu füllen, dass man auch glücklich ist. Nichtstun wurde unmöglich. Das hat uns ziemlich gestresst.

Langeweile gehört eben auch zum glücklich sein. Diese Erkenntnis war ein sehr emotionaler Moment. Wir haben gemerkt “wow, was ist los?” und es hat bei beiden “klick” gemacht, gleichzeitig. Die Erkenntnis hat uns voll befreit.

Kathi:

Es ist, wie wenn du am Bahnhof auf deinen Anschlusszug wartest. Dann bummelst du etwas rum.

Aber wenn das ständig ist, bist du immer auf dem Umsteigegleis. Weder richtig in dem Abenteuer davor, noch in dem danach so richtig.

Paul:

Also denken wir jetzt, statt dessen, in Touren. Dazwischen bleiben wir dann irgendwo für 1-2 Monate, zum Beispiel bei der Familie. Es ist wie in einem Buch. Da gibt es Intro, Hauptteil und Ende. Wir waren immer im Hauptteil, nie länger als fünf Tage an einem Ort. So hatten wir nie Zeit, zu reflektieren und runterzukommen.

Kathi:

Statt einer nie enden wollenden Reise, haben wir jetzt mehrere kleine Trips, die jeweils ein Ende haben. Vorher hatte man hat das Gefühl, man hat eine Verpflichtung gegenüber sich selbst, etwas unternehmen zu MÜSSEN. Weil man eben im Van lebt. Man hängt nicht einfach auf der Couch ab wie früher. Das zu erkennen und uns was zu überlegen, hat uns sehr geholfen und uns weitergebracht.

Die Vorzüge des Van Life

Was ist euer Zwischenfazit nach fast zwei Jahren Van Life?

Kathi:

Europa ist großartig. Es war eine gute Entscheidung, es in Europa zu machen. Easy über Grenzen fahren. Manchmal mehrere Länder an einem Tag. Zum Beispiel über Deutschland, Österreich und Italien nach Slownien.

Paul:

Ich bin total happy, dass wir es gemacht haben. Es haben sich so viele Türen geöffnet. Es ist so intensiv für uns. Wir sind erst 613 Tage unterwegs, aber es kommt mir viel länger vor, weil so unfassbar viel pasiert ist.

Kathi:

Es war total angereichert mit Menschen, die man trifft und Sachen, die man erlebt, dass man ein ganz anderes Zeitgefühl hat.

Frau Kakao:

Ist das nicht auch unglaublich anstrengend, ständig mit dem Partner auf so engem Raum zusammen zu sein?

Kathi:

Streitthemen sind immer ähnliche aber es ist normal, dass man nicht immer einer Meinung ist oder mal genervt. Aber man weiß inzwischen, wie der andere tickt. Wir sind organisatorisch einfach unterschiedlich. Einer ist überlegt und kontrolliert, der andere chaotisch und spontaner. Da muss ein Kompromiss gefunden werden.

Paul:

Man tritt sich hier eben, auch wortwörtlich, mal auf die Füße. Da macht man Fehler, die man bereut, wird mal grantig ohne Grund. Wie in jeder Beziehung. Relativ normal. Ich finde, man muss sich in einer Beziehung auch mal streiten und Konflikte austragen können.

Frau Kakao:

Bei unserem ersten Treffen vor einem Jahr, brachte Paul es ganz schön auf den Punkt und sagte,

“Man kann halt keine Türen knallen. Man geht bei einem Streit eben raus. Aber nach einer halben Stunde wird’s kalt! Dann ist der Streit schnell beendet”.

Hat also auch für Paare einige Vorteile dieses Leben. 🙂 Aber mal im Ernst, wie hat sich eure Beziehung mittlerweile durch das Vanlife verändert?

Kathi:

Ich finde, man hat sich viel mehr kennenlernen können. Wir sind Reisepartner, berufliche Partner, Sportpartner. Es war sehr vielschichtig und interessant so viele verschiede Momente zu teilen und immer mehr Vertrauen schöpfen zu können.

Paul:

Wir sind bald drei Jahre zusammen im April. Es klingt kitschig aber ich sehe gar kein Leben mehr ohne Kathi.

Kathi:

Ooooh, das hat er noch nie gesagt!

Van Life- Van Love

Frau Kakao:

Könnt ihr Euch überhaupt noch vorstellen, wieder richtig sesshaft zu werden?

Paul:

Ganz sesshaft ist schwierig. Wir träumen von mehreren Häusern an verschieden Plätzen. Aber unter Vorbehalt, weil ich nicht weiß, was passiert, wenn mal Kinder kommen. Kinder wollen wir in einem Umfeld aufziehen, wo sie Gewohnheiten und Freunde haben.

Kathi:

Darum wollen wir jetzt reisen und wollen irgenwann mal wieder irgendwo wohnen. Wir wollen ans Meer zum Surfen, in die Kälte zum Snowboarden. Wir hätten gerne ein Haus am Strand und eine Hütte in den Bergen. Da müssen wir aber noch ein bisschen mehr arbeiten.

Frau Kakao:

Was hat Euch diese Reise, dieses Leben, das ihr gerade führt, besonders gelehrt?

Paul:

Wir sind vor allem sehr dankbar für diese Zeit in unserem Leben! Und was mich überrascht hat:

Es heißt ja immer “nutze den Tag!”. Doch wenn man wirklich versucht, jeden Tag zu nutzen und immer voll auszukosten, kann das auch unglaublich stressig sein.

Man muss nicht jeden Tag “nutzen”. Manchmal muss man auch einfach NICHTS tun.

 

 

Vielen Dank an Kathi Lanz und Paul Hübner für das tolle Interview! Es war mir eine Freude, Euch zu treffen.

 

 

Endometriose- mein steiniger Weg zum Wunschkind

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Bis es wehtut! Die wahre Geschichte hinter dem perfekten Blogger-Leben

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GPS-Uhren für Kinder

GPS-Uhren für Kinder

*enthält Werbung*

Ok, ich weiß es im Grunde schon vorher. Wenn dieser Beitrag erscheint, werden sich die Leser in zwei Lager teilen. Diejenigen, die sich freuen, eine sinnvolle Alternative zu Elterntaxis zu haben und diejenigen, die stattdessen von “Helikoptereltern” und “Überwachung” sprechen.

Bevor ich Kinder hatte, also zu der Zeit, wo ich noch die perfekte Mutter war (kleiner Scherz am Rande), hätte ich mich wohl zu letzterer Kategorie gezählt. Argumente gibt’s schließlich genug: Sowas gab’s ja früher schließlich auch nicht. Wir sind auch als Kinder immer alleine überall hin gegangen… und, und, und.

Lasst mich kurz erklären, warum ich das inzwischen etwas anders sehe.

Heute habe ich zwei Kinder, beides Mädchen und da hat man nun mal Ängste. Wobei es bei Jungs wahrscheinlich nicht anders ist. Ich möchte einfach, dass sie sicher sind. Gleichzeitig will ich aber auch, dass sie die Chance haben, selbstständig zu werden, ihren Bewegungsradius zu erweitern, ihre Fähigkeiten selbst einschätzen zu lernen, sich auch ohne die Hand von Mama oder Papa zurechtzufinden.

Ich möchte nicht zu den Eltern gehören, die regelmäßig morgens die Sicherheit von Kindern gefährden, weil sie Fußgängerwege mit ihrem “Elterntaxi” zuparken und am Liebsten das Kind noch bis auf seinen Sitzplatz in die Klasse begleiten möchten.

Stattdessen möchte ich mein Kind dabei unterstützen selbstständiger zu werden.

Meine Tochter ist jetzt in der zweiten Klasse. Anfang des Schuljahres hat sie uns bekniet, sie doch alleine zur Schule laufen zu lassen. An sich ja vernünftig und auch genau das, was die Schulleitung empfiehlt. Unsere Grundschule ist auch nur etwa zehn Gehminuten entfernt. Den Weg sind wir gemeinsam abgegangen und ich traue ihr durchaus zu, ihn alleine zu bewältigen. Zumal sich inzwischen eine kleine Gruppe von Kindern gefunden hat, die gemeinsam laufen. Der Papa möchte sie dennoch nicht gerne ohne Erwachsenen zur Schule laufen lassen und ich kann ihn ebenfalls verstehen.

 

Ortungs Uhren
Mehr Sicherheit durch GPS-Ortung?

Wovor wir Angst haben, sind ganz andere Gefahren. Für viele mögen sie abstrakt sein, für mich sind sie es nicht. Einerseits berufsbedingt: Als Journalistin sieht und hört man leider viel, das man als Mutter lieber nicht wissen möchte.

Aber auch im direkten Umfeld passieren Dinge, die einen sensibilisieren.

Ein 10 jähriger Junge aus meinem Bekanntenkreis ist beispielsweise vergangenen Sommer zu fremden Männern, die ihn nach dem Weg gefragt haben, ins Auto gestiegen- obwohl er schon hundert Mal gehört hat, dass man das auf gar keinen Fall darf. Sie waren jung und anscheinend sehr vertrauenserweckend. Er hatte Glück: die Männer wollten tatsächlich nur den Weg wissen und ließen ihn am Ziel angekommen raus. Das hätte auch ins Auge gehen können. Aber es muss ja noch nicht mal so extrem sein.

Schon in ganz alltäglichen Situationen können Kinder sich unbemerkt entfernen. Auf einer Geburtstagsfeier, zu der meine Tochter eingeladen war, musste ich sie eine gefühlte Ewigkeit suchen, weil niemand wusste, wo sie war. Man hatte sie bei so vielen Gästen, auf einem Spielplatz, einfach “aus den Augen verloren” und es nicht mal gemerkt. Da ist mir schon mulmig geworden.

Und das sind nur meine ganz persönlichen Erfahrungen und Beweggründen für den Wunsch nach etwas mehr “Sicherheit”. Für meine Tochter ist es nur eine nette Spielerei, eine Uhr die sie gerne trägt.

Außerdem finde ich es gut, zu wissen, dass meine Kinder mich im Notfall erreichen können- und sei’s nur, dass sie auf dem Schulweg umgeknickt sind, sich verspäten oder sich verletzt haben.

Auch wenn sie irgendwo eingeladen sind und sich aus irgendwelchen Gründen nicht wohl fühlen, sich aber nicht trauen, das den Gasteltern zu sagen. Dann können sie mich problemlos erreichen. Klar geht es auch ohne. Aber wenn sie alle Beteiligten beruhigt, wieso nicht?

Für welche Uhr wir uns entschieden haben und wie unsere persönliche Erfahrung war, erfahrt Ihr jetzt.

 

 

 

*****

Die GPS- Uhr *Werbung*

Da wir die Uhr als kostenloses Sample zur Verfügung gestellt bekommen haben, handelt es sich beim folgenden Abschnitt um Werbung. Voraussetzung für unseren Erfahrungsbericht war jedoch, dass ich hier völlig frei und unabhängig berichten darf, was ich natürlich auch mache. Hier also unser Erfahrungsbericht nach etwa 6 Wochen Praxistest.

Zunächst einmal der Hinweis, bitte keine Kinder oder andere Personen mit der Uhr zu orten, die nichts davon wissen und auch nicht mit der Ortung einverstanden sind.

Das ist einfach nicht fair und rechtlich auch nicht zulässig. Meine Tochter stört es mit 7 noch überhaupt nicht, im Gegenteil, sie findet es gut, weshalb wir ihr diese Uhr auch geschenkt haben.

 

 

*Im Test: Der Vidimensio KidTracker “Kleiner Delfin”*

 

KidTRacker
Vidimensio “Kleiner Delfin”

Die Auswahl an verschiedenen Modellen ist groß. Meine Tochter hat sich für das Model “Kleiner Delfin” in blau entschieden. Die Uhr ist wasserdicht und übersteht auch eine Dusche oder Regenschauer. Sogar schwimmen gehen kann man damit (nur tauchen sollte man laut Hersteller nicht). Anders als eine andere Uhr, die wir zuvor hatten, trägt sich die Uhr angenehm und das Armband ist weich und kratzt nicht.

Der KidTracker verfügt über zahlreiche Zusatzfunktionen und ist speziell für Kinder konzipiert. Das heißt auch, das die Bedienung einfach und für Kinder leicht zu verstehen ist. Mit der Uhr können Kinder telefonieren und Sprachnachrichten an das Überwachungshandy senden.

Es gibt auch noch weitere Funktionen wie das Anzeigen eines Routenverlaufs, kurze Sprach- oder Textnachrichten vom Überwachungshandy empfangen und weitere. Für eine Siebenjährige sind meiner Meinung nach noch nicht alle Zusatzfunktionen relevant, weshalb wir auch nicht alle nutzen. Zusatzfunktionen wie Belohnungsherzchen, mit denen man das Kind auch aus der Ferne “motivieren” kann, können in bestimmten Fällen sicher sinnvoll sein, wir nutzen sie bisher nicht. Dafür nutzen wir andere Funktionen umso mehr, über die ich gleich noch berichten werde.

 

 

1.Installation/ SIM-Karte

Als die Uhr ankam, hätte meine Tochter sie am Liebsten gleich ausprobiert aber die Uhr muss natürlich erst mal aufgeladen werden und auch die Erst-Installation benötigt etwas Zeit und Geduld. Mit der Bedienungsanleitung auf Deutsch, die man beim Hersteller herunterladen kann, wird man jedoch Schritt für Schritt durch den Installationsprozess geführt. Die Bedienungsanleitung ist meiner Meinung nach gut verständlich.

Zunächst braucht man eine SIM-Karte mit Internet-Datenvolumen, um mit dem Server und dadurch mit der App am Überwachungshandy kommunizieren zu können. Man benötigt  SMS-Guthaben für die Installation (etwa 10-15 SMS) sowie Gesprächsguthaben nach Wahl, damit das Kind mit der Uhr auch telefonieren und die SOS-Notruffunktion nutzen kann. Wir haben hierfür eine Prepaid-Karte von O2 verwendet, mit der die Ortung einwandfrei funktioniert. Natürlich kann man auch andere Karten verwenden, wichtig ist dabei eine gute GPS-Abdeckung, denn die variiert von Anbieter zu Anbieter. Hierbei ist noch wichtig zu wissen, dass die Uhr das 2G -Netzt nutzt. Ein guter Handy-Netzempfang bedeutet also nicht, dass auch die Uhr eine gute Abdeckung hat. Entscheidend ist die 2G-Abdeckung des Netzbetreibers im Verwendungsgebiet (eine gute 2G-Abdeckung gibt es generell bei O2 und Telekom (am besten beim Netzbetreiber gezielt danach fragen).

Außerdem muss man zunächst die dazugehörige “Vidimensio App” installieren, denn darüber wird die Uhr gesteuert, beziehungsweise die Position angezeigt. Das ist jedoch ebenfalls, Schritt für Schritt, in der dazugehörigen Anleitung beschrieben. Die Erstinstallation nimmt etwas Zeit in Anspruch, denn zunächst müssen verschiedene Einstellungen ausgewählt und beispielsweise Notrufnummern gespeichert werden, die das Handy im Notfall anwählen kann. Doch dazu später mehr.

 

 

2. Was kann die Uhr?

Die Uhr “Kleiner Delphin” ist natürlich in erster Linie eine robuste Uhr und zeigt die Zeit an. Außerdem enthält sie eine Wecker-Funktion mit der Möglichkeit drei verschiedene Weckzeiten einzugeben. Doch darüber hinaus verbergen sich darin zahlreiche Zusatzfunktionen.

Die für uns wichtigste Funktion: Die Ortung! 

Dadurch kann man die Position des Trägers bestimmen und bekommt sie in der dazugehörigen App angezeigt. Bei uns hat die Ortung super funktioniert. So konnte ich beruhigt zur Arbeit fahren, in dem Wissen, dass mein Kind an seinem Zielort, in diesem Fall der Schule, angekommen ist.

Erhält die Uhr ein oder mehrere GPS-Signale, ist die Ortung auf 5-10 Meter genau. In Gebäuden kann der GPS- Empfang allerdings gestört sein. Dann springt die Uhr automatisch auf W-LAN oder LBS Positionierung (GSM-Masten Dreieckberechnung) um. Dadurch kann die Ortung etwas ungenauer ausfallen, immerhin eine grobe Positionierung ist aber vorhanden.

Wer das aber noch mal genauer nachlesen möchte, kann das auf der Internetseite des Herstellers Vidimensio (für direkten Link einfach auf den Herstellernahmen klicken) gerne tun.

Eltern können in der App zusätzlich verschiedene Sicherheitsradien für ihr Kind einstellen.

Man kann beispielsweise einen individuellen Radius zwischen 200 Metern und 2 Kilometern einrichten, in dem sich das Kind normalerweise bewegt. Sobald das Kind diesen Radius verlässt, wird man sofort benachrichtigt. Vorausgesetzt, die Uhr kann per GPS-Signal ihre Position mit guter Genauigkeit berechnen.

Doch die für mich beste Funktion und für mich ausschlaggebend, im Gegensatz zur Anschaffung eines Handys, ist die SOS-Notruffunktion.

SOS-Funktion

Mit einem Druck von wenigen Sekunden auf den seitlich angebrachten SOS-Knopf, wird ein SOS-Alarm, ausgelöst. Schnell und unauffällig.

Löst das Kind den SOS-Anruf aus, ruft die Uhr automatisch die für solche Fälle eingespeicherte(n) Nummer(n) an. In unserem Fall: Mama und Papa. In Abständen von wenigen Sekunden setzt die Uhr immer wieder Notrufe ab und zwar so lange, bis jemand abhebt oder zwei Zyklen lang. Gerade in Paniksituationen, wenn sich beispielsweise jemand verletzt hat oder in anderen Notfällen, finde ich diese Funktion sehr sinnvoll. Zumal die Uhr am Handgelenk immer schnell griffbereit ist.

Um zu verhindern, dass die Uhr mal im Unterricht klingelt, kann man die Uhr über die App  lautlos oder auf Vibrationsmodus stellen. Man kann aber auch feste “Sperrzeiten” einrichten, zu denen die Anruffunktion ausgeschaltet und die Uhr, bis auf den SOS-Notruf, blockiert ist. Ich persönlich habe keine Sperrzeiten eingespeichert, da unsere Schule nur über Außentoiletten verfügt, zu denen die Kinder während des Unterrichts alleine gehen müssen. Ich möchte darum, dass meine Tochter auch auf dem Weg zur Toilette im Notfall Hilfe rufen kann.

 

 

3. Bedienung

Man muss es so sagen: Die Bedienung war “kinderleicht”. Nachdem ich meiner Tochter die Funktionen kurz gezeigt habe, konnte sie sie sofort allein bedienen. Auch den SOS-Notruf konnte sie problemlos absetzten. Wie bei einem Smartphone funktioniert die Bedienung (abgesehen vom Notruf) über die Oberfläche. Über wischen kommt man zum Telefonbuch oder kann Sprachnachrichten an die eingespeicherten Nummern verschicken.

Auch die Bedienung der App auf dem “Überwachungshandy” ist relativ einfach. Hat man die Uhr mal verlegt, kann man sie beispielsweise auch einfach über die App klingeln lassen und schnell orten.

GPS
Kinder Ortungs-Uhr

 

 

4. Unsere Erfahrungen mit der GPS-Uhr

Zunächst einmal finde ich die GPS-Ortung sehr praktisch. Für uns definitiv eine große Erleichterung.

Ich kann so im Laufe des Tages immer mal wieder in die App schauen, wo mein Kind sich befindet. Oder einfach darauf vertrauen, dass sich mein Kind aktuell im eingestellten Sicherheitsradius aufhält und alles in Ordnung ist.

Die ersten Tage im Einsatz mussten wir oft schmunzeln, da meine Tochter nach der Schule alle, im Handy gespeicherte, Nummern angerufen hat, um zu quatschen.

Nach ein paar Tagen hat sich das aber normalisiert und jetzt wird nur noch angerufen, wenn sie eine Frage hat oder sonst irgend etwas sein sollte.

Die SOS-Funktion finde ich, wie oben schon beschrieben besonders wertvoll. Wir haben sie getestet und sie funktioniert bei uns einwandfrei. Jedoch muss man sich vorher überlegen, was man tut, wenn ein SOS-Notruf ausgelöst wird (was natürlich auch mal versehentlich passieren kann). Meine erste Handlung war, meine Mailbox auszuschalten.

Der Grund ist folgender: Wird die Notruftaste gedrückt, ruft die Uhr automatisch die für einen solchen Fall gespeicherte(n) Nummer(n) an. Und zwar so lange, bis abgehoben wird (zusätzlich bekommt man eine Benachrichtigung über die App). Hebt man bei einem SOS-Anruf ab, kann man hören, was sich am anderen Ende der Leitung abspielt. Nimmt jedoch die Mailbox den Anruf entgegen, sieht man nur, dass ein SOS-Anruf erfolgt ist. In diesem Fall hilft nur zurückrufen (während der Unterrichtszeit nicht gerade empfehlenswert). Früher konnte man in einem solchen Fall die Abhörfunktion nutzen. Da diese aber inzwischen offiziell verboten ist, wurde diese Funktion deaktiviert.

Die Uhr hat KEINE ABHÖRFUNKTION und darf also bedenkenlos verwendet werden.

Der Akku hält bei uns übrigens, je nach Benutzung, etwa ein- bis eineinhalb Tage. Ich lade die Uhr immer über Nacht auf, somit ist sie am nächsten Tag betriebsbereit. Sollte der Akku doch mal leer sein, wird man über die App kurz vorher benachrichtigt. So wiegt man sich nicht in falscher Sicherheit und kann sich auf die Funktionsfähigkeit verlassen.

 

 

5. Mein ganz persönliches Fazit

Natürlich braucht nicht jeder so eine Uhr. Punkt. Aber mich beruhigt sie ungemein und ich bin froh, dass wir sie haben. Die GPS-Kinder-Uhr “Kleiner Delfin” von Vidimensio hält nach unserer Erfahrung aber, was sie verspricht.

Meine Tochter, freut sich über den Extra-Freiraum, den wir ihr jetzt zugestehen können.

Nun kann sie auch mal alleine zum Bäcker oder eine Freundin besuchen, was wir ihr ohne die Uhr vielleicht erst in ein- oder zwei Jahren erlaubt hätten.

Tut’s ein Handy auch? Natürlich. Allerdings ist es im Notfall nicht so schnell griffbereit, sondern irgendwo in Schulranzen oder der Jacke verstaut. Außerdem hat es keine Notruftaste, die mit einem Druck Alarm auslöst und ist auch nicht so “unauffällig”.

Vidimensio GPS
Ortungs-Uhren für Kinder

Natürlich kann man auch einfach darauf vertrauen, dass “schon nichts passieren wird”. Oft passiert ja auch nichts. Manchmal aber eben doch. Und wenn ich die Möglichkeit habe, meinen Kindern Freiraum zu lassen und sie gleichzeitig doch “im Blick zu behalten”, warum sollte ich diese Möglichkeit nicht nutzen, sofern alle damit einverstanden sind?

Doch das bleibt natürlich die persönliche Entscheidung jedes einzelnen.

 

 

*Wer sich für diese oder eine andere Uhr interessiert findet auf dem folgenden Link zahlreiche GPS-Tracker und Uhrenmodelle für Kinder und Erwachsene sowie zwei Vergleichstabellen mit den jeweiligen Unterschieden. *

 

 

 

Schubladen, Klischees und Vorsätze. Und warum Instagram schlau macht.

Schubladen, Klischees und Vorsätze. Und warum Instagram schlau macht.

Das alte Jahr ist fast rum, das neue um die Ecke. Zeit also, sich Gedanken zu machen. Darüber was man erlebt hat. Wofür man dankbar ist und was man im nächsten Jahr vielleicht besser machen möchte. Ich nehme mir eigentlich nie so richtig was vor. […]


Willkommen bei Frau Kakao

Juhu, es ist… ein Blog!

Juhu, es ist… ein Blog!

Ich freu’ mir ein Loch in den Bauch und könnte Luftsprünge machen. Bezug zum Bild hergestellt. Check! Ich möchte euch heute freudig verkünden: Es ist da! Mein neustes Baby! Und so knuffig! Schaut her! Wir sind überglücklich und froh, euch den kleinen aber feinen “Frau Kakao-Blog” vorzustellen. Herzlich willkommen!

Der Kleine war ein Spätzünder aber ein absolutes Wunschbaby und es ist alles drin, alles dran.

Zumindest für den Anfang. Der Rest wird sich schon bald entwickeln. Bisher hab ich Blogs ja nur gelesen und immer gedacht, “darüber würde ich auch gerne mal schreiben…, hach…, es wäre doch schön…, man müsste mal…”.  Aber bisher war ich einfach zu feige, diese Idee wirklich in die Tat umzusetzen. Aber nun, in der Blüte meines Lebens, ist die Zeit gekommen. Ihr wisst ja, die Uhr tickt. Und sie wird auch noch ewig weiterticken, bis sie einen irgendwann verrückt macht und man sich fragt, warum man das blöde Teil eigentlich braucht. Ok, ich schweife ab. Zurück zum Thema.

Jetzt bloggt sie auch noch! Schreibt sie nicht eh’ schon genug?

Jep! So is’ es! Auf Instagram fehlt manchmal einfach der Raum zur Entfaltung. Der kleine Blog wird es hier gut haben. Besser spät als nie. Zumindest lautet so der Plan:

Ich blogge, ihr schaut gelegentlich mal rein, alle sind glücklich und zufrieden. Juhu! ENDE.

 

Viele von Euch folgen mir ja bereits auf Instagram unter @frau.kakao.macht.tv und verfolgen dort regelmäßig meine Texte und Bilder aus meinem Mama- und Journalistenleben. Nachdem das Feedback dort so unfassbar positiv war, hab’ ich einfach die fixe Idee, ihr könntet das hier vielleicht auch ganz nett finden. Quasi der kleine Bruder meines Instagram Accounts. Und ja, viele teilen vielleicht die Sorge, ich könnte nicht beiden gleichermaßen gerecht werden. Doch seid beruhigt, ich liebe alle meine Babys, jedes auf  seine Weise.

Also hab’ ich einfach mal losgelegt und hier ist es, das Kind der Liebe.

Und da Kinder ja immer ein Überraschungsei sind und man nie so recht weiß, was einen erwartet, folgt nun der angestrebte Plan zum Großziehen des kleinen Rackers.

 

Das erwartet Euch hier:

Ihr wisst ja schon, dass ich hauptberufliche TV-Geschichten-Erzählerin bin (ja, die echten Geschichten, die aus dem Leben. Märchenbücher könnt Ihr erst mal stecken lassen.) Jedenfalls treffe ich beim Fernsehen so viele interessante Menschen, sehe faszinierende Orte und höre Geschichten, von denen ich denke, “das müsste man unbedingt mal erzählen!”. Doch aus den unterschiedlichsten Gründen, schaffen es viele Themen nicht ins Fernsehen. Doch sie sind es einfach wert, noch mal aufgegriffen zu werden. Eben hier! Hier mach ich mir und Euch die Welt, wie sie uns gefällt. Darum habe ich unter anderem eine Rubrik eingeführt, die da heißt

“Frau Kakao spricht mit…”

Hier treffe ich faszinierende Persönlichkeiten. Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben, die Vorbild sind, die Einblicke in andere Lebenswirklichkeiten und Berufsfelder geben oder einfach “etwas zu sagen haben”. Dabei wird es um unterschiedlichste Themen gehen. Ohne Blick auf Quote oder Likes. Wenn ich denke “wow! Ist ja interessant”, dann ist es definitiv ein Thema für meinen Blog. Und ich freue mich sehr, dass ich bereits tolle Interviewpartner für den”Frau Kakao-Blog” gewinnen konnte.

Die Blog-Mutti.

Willkommen in unserem “Familien-Kakao”.

Ich bin Mama von ganzem Herzen. Aber “Erziehungs-Tipps” wird es hier nicht geben. Das können andere besser. Höchstens Ausschnitte und Momentaufnahmen aus unserem Alltag. Und wenn der Eine oder Andere dabei schmunzeln kann, Anregungen erhält oder sich darin wiederfindet, dann freut mich das. Zu finden in der Kategorie “Familien-Kakao”.

“Gedanken-Kakao”

In der Rubrik “Gedanken-Kakao” gibt’s dies und das. Aus meinem Alltag. Dinge die ich erlebe, die mir auffallen, mich bewegen oder innehalten lassen. Wie immer unzensiert, authentisch, aus dem Bauch heraus. Mal mehr, mal weniger ernsthaft. Eine Kategorie, die ich besonders mag. Ok, das sage ich zu jeder. Aber so ist es nun mal.

“Lifestyle”

Man könnte auch einfach “Leben” dazu sagen. Aber das klingt ein bisschen zu sehr nach schnödem “heute-geh’-ich-einkaufen-und-mache-Wäsche-Alltagsleben”. Klar, gibt’ s das auch, sogar täglich. Hier geht es aber um die schönen Dinge, die zwar niemand braucht, die das Leben aber schöner, bunter und manchmal angenehmer machen. Ich liebe Farbe, bunte, bequeme Mode und alltagstaugliche, verspielte, manchmal auch verrückte Looks. Wenn ich also zufällig so ein Teil in die Finger bekomme sollte, kann ich Euch das natürlich nicht vorenthalten. Mit Freunden teilt man schließlich gerne. Auch Location-, Freizeit-, oder Sonstige Empfehlungen.

“Frau Kakao macht TV *Backstage*”

…ist genau das, wonach es klingt. Ich nehme Euch mit zu Dreharbeiten, Interviews und zeige Euch, was hinter den Kulissen beim Job einer Fernsehredakteurin so passiert. Ich erzähle hier und da ein bisschen von meinem Weg in diesen Job- und dem steinigen Weg wieder zurück nach der Elternzeit. Ihr wollt Infos zum Berufsbild, Alltag und Highlights einer Fernsehredakteurin? Klar, könnt Ihr haben.

“Gastbeiträge”

Und zu guter Letzt: Da es hier Themen und Geschichten gibt, die Mann oder Frau am Besten selbst, mit ihren eigenen Worten erzählen, freue ich mich, euch auch regelmäßig Gastbeiträge vorstellen zu dürfen. Da bin ich noch ganz offen und sehr neugierig, wo die Reise hingeht

Ich bin sehr gespannt, wie viele Spielkameraden mein neustes Baby finden wird und ob ihr es genauso mögt, wie ich. Seid bitte gnädig, es ist ja noch klein aber lernwillig und mit Potenzial. Gemeinsam werden wir das Kind schon schaukeln.

Ich freue mich über Feedback und Anregungen und die allerersten Kommentare auf meinem kleinen Blog. Macht’s fein! Schön, dass ihr reingeschaut habt und bis hoffentlich bald!

Eure Frau Kakao

 

 

 

Foto: Francesca Franzke Photography


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